17 wichtige SEO Tipps für jeden Blogger
geschrieben von Daniel am 13. August 2009
Viele Blogger wissen nicht, dass sie schon mit sehr einfachen und vor allem schnell umsetzbaren SEO Maßnahmen, ihre Position auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen erheblich beeinflussen können.
Im folgenden möchte ich zunächst auf grundsätzliches zum Thema SEO eingehen und anschließend erläutere ich die Maßnahmen dann im Detail.
Was ist SEO?
Als SEO bezeichnet man den Prozess der Optimierung einer Webseite für Suchmaschinen, damit diese den Inhalt korrekt auslesen können und die Seite anschließend entsprechend ihrer Relevanz bewerten. Mit einer Abfrage erhält ein Nutzer in absteigender Rangfolge die für ihn relevanten Seiten. Je höher die Position einer Seite, desto relevanter der Inhalt für den Leser (und desto mehr Klicks für den Betreiber dieser Seite).
Mit vielen Suchbegriffen eine gute Position zu haben, ist für viele Webseitenbetreiber das oberste Ziel. Denn nur mit Suchmaschinen erreicht man konstant immer neue Besucher. Viele Seiten leben sogar ausschließlich von ihrem Suchmaschinentraffic.
SEO umfasst zwei Komponenten: On-Page und Off-Page
On-Page SEO durchzuführen heißt, den Code einer Webseite zu optimieren bzw. Maßnahmen direkt auf der Seite umzusetzen. Zwar muss man dafür kein HTML Guru sein, aber man sollte zumindest einige Grundkenntnisse vorweisen können, um eine Webseite suchmaschinenfreundlich zu gestalten. In diesem Artikel geht es primär um die On-Page Optimierung.
Deutlich wird es, wenn ich jetzt im folgenden die 17 Maßnahmen im einzelnen beschreibe.
1. Schreibe einzigartige und hochwertige Inhalte
Auf die Bedeutung hochwertiger und vor allem einzigartiger Inhalte bin ich schon häufiger eingegangen. Auch für die Suchmaschinenoptimierung ist dieser Aspekt von hoher Bedeutung. Denn wer einfach fremde Inhalte kopiert, muss damit rechnen, von den Suchmaschinen abgestraft zu werden. Man nennt dies Duplicate Content. Abgesehen davon wird sich ohnehin kein Besucher lange auf einer Seite aufhalten, die nur aus kopierten Texten besteht. Die Besucher sind nicht dumm. Also achtet stets auf eine erstklassige Qualität eurer Inhalte.
2. Überschriften und Seitentitel
Überschriften sind in HTML in einen H-Tag gefasst (H1 bis H6). H1 sollte nach Möglichkeit nur einmal verwendet werden und den Titel der Seite umfassen. Zusätzlich sollte H1 noch ein wichtiges Keyword enthalten. Wichtig ist, die H-Tags nicht mit Keywords zu überladen. Ein derartiges Vorgehen bezeichnet man als Keyword Spamming und kann sich negativ auswirken.
Die korrekte Nutzung von H-Tags wurde auf seocial wunderbar beschrieben.
Der Seitentitel befindet sich innerhalb des Title-Tags im <head>-Bereich der Seite. Der Title-Tag sollte das angeben, worum es auf der Seite geht. Wenn man diese Artikel-Seite als Beispiel nimmt, so würde eben dieser Titel als Link bei den Suchergebnissen auftauchen, wenn jemand einen Suchbegriff eingibt, der als Keyword auf der Seite vorkommt. Der Title-Tag ist daher besonders wichtig. Er wird als erstes gelesen und sollte so gewählt sein, dass er sich anziehend auf den Leser auswirkt.
3. Verwende Alt und Title-Tags
Die Nutzung des Title- bzw. Alt-Tags macht eine Webseite nicht nur für den Besucher besser nutzbar, sondern sie helfen auch den Suchmaschinen dabei, die Inhalte besser auslesen zu können.
Statt einen Link so aussehen zu lassen:
<a href="http://profitblogger.de/archiv/">Klicke hier</a> um weitere Artikel aus dem Archiv anzuzeigen
Macht es lieber so:
<a href="http://profitblogger.de/archiv/" title="Weitere Artikel aus dem Archiv anzeigen">Weitere Artikel aus dem Archiv anzeigen</a>
Das Gleiche gilt für Bilder. Diese sind ebenfalls für Suchmaschinen von Bedeutung. Daher sollte man auch hier immer Alt-Tag einsetzen. Aber die Bedeutung von Bildern fängt eigentlich schon beim Dateinamen an. Auch hier schadet es nicht, Keywords zu nutzen.
4. CSS und JS in externen Dateien
Zwar ignorieren Suchmaschinen CSS und JavaScript, trotzdem sollte man sich angewöhnen, diesen Code als externe Datei in die Seite einzubinden. Dadurch wirkt der Quelltext auch gleich viel aufgeräumter.
5. Haltet euer HTML einfach und unkompliziert
Verzichtet auf umständliches Layout. Haltet eure Seite so simpel und einfach wie möglich. Verzichtet dabei nach Möglichkeit komplett auf den Einsatz von Tabellen. Dadurch kann eine optimale Lesbarkeit für die Suchmaschinen gewährleistet werden. Damit sind wir auch gleich beim nächsten Punkt, nämlich…
6. Valides HTML
Wenn wir einen Text lesen, sollte er gut lesbar sein. Niemand mag es, einen Text ohne Absätze und anderen Formatierungen zu lesen. Viel zu anstrengend. So ähnlich empfinden es auch Crawler. Diese lesen natürlich den HTML-Code einer Seite. Daher ist es wichtig, dass dieser möglichst Fehlerfrei, also gut lesbar für Spider ist. Haltet auch an die Empfehlungen von W3C.
Für ProfitBlogger habe ich erst kürzlich eine Bereinigung des HTML-Codes vorgenommen. Das Ergebnis könnt ihr euch unter diesem Link ansehen.
Wer mal testen möchte, wie seine Seite von den Suchmaschinen gesehen wird, kann dies mit SEO-Browser.com tun. Auf jeden Fall eine interessante Sache.
7. Setzt keine Frames ein
Frames sind ein Relikt aus frühen Zeiten und absolut nicht mehr zeitgemäß. Suchmaschinen hatten schon immer so ihre Probleme damit. Verzichtet daher besser auf komplett auf Frames. Wenns gar nicht ohne geht, dann haltet wenigstens noframe Content als Alternative bereit.
8. Verzichtet auf Flash
Suchmaschinen können Flash inzwischen lesen, allerdings nicht besonders gut. Haltet euch beim Einsatz von Flash nach Möglichkeit zurück. Wer dennoch Flash einsetzen möchte, sollte es wirklich nur dort tun, wo es nötig und vertretbar ist.
9. Kontrolliert eure Seite auf defekte Links
Links, die ins leere führen, verärgern nicht nur die Leser. Auch Suchmaschinen mögen keine defekten Links. Nutzt daher Tools, wie z.B. das von W3C, um eure Seite nach defekten Links zu durchsuchen und diese zu beseitigen.
10. Vermeide Duplicate Content
Duplicate Content kann für eure Seite besonders gefährlich werden, denn Suchmaschinen strafen Seiten häufig ab, wenn Inhalte mehrfach vorhanden sind. Bei Wordpress können die Archiv- und Category-Seiten Ursache für Duplicate Content sein. Vermeiden könnt ihr dies mit noindex, follow im robots Meta-Tag, mit einer robots.txt oder durch einen 301-Redirect.
11. Erstelle eine robots.txt
Normalerweise nehmen Crawler jeden Content auf. Man kann dies jedoch verhindern, indem man Dateien oder auch ganze Verzeichnisse sperrt. So kann man beispielsweise schnell und einfach den gerade angesprochenen Duplicate Content vermeiden. Für Wordpress könnte eine robots.txt so aussehen:
User-agent: *
Disallow: /cgi-bin
Disallow: /wp-admin
Disallow: /wp-includes
Disallow: /wp-content/plugins
Disallow: /wp-content/cache
Disallow: /wp-content/themes
Disallow: /trackback
Disallow: */trackback
Disallow: /*?*
Disallow: /?s*
Disallow: /*.php$
Disallow: /*.js$
Disallow: /*.inc$
Disallow: /*.css$
12. Erstelle eine Sitemap
Um die Aufnahme in den Suchindex zu beschleunigen, sollte man unbedingt eine Sitemap anlegen. Für Wordpress empfiehlt sich u.a. das Plugin Google XML Sitemaps. Hat man eine Sitemap erstellt, sollte man sich als nächstes bei Google Webmaster Tools anmelden und die Sitemap dort eintragen. Danach werdet ihr sehr schnell eure Seiten im Suchindex von Google wiederfinden. Das gleiche könnt ihr natürlich auch bei den anderen Suchmaschinen machen: Yahoo Site Explorer, Bing for Webmasters.
13. Nutze suchmaschinenfreundliche URL Namen
Wordpress hat diese Funktion fest eingebaut und jeder Blogger sollte sie aktivieren. Die Rede ist von suchmaschinenfreundlichen URL Namen, oder auch sprechende URL bzw. fancy URL genannt. Ihr findet die Einstellung bei Wordpress unter “Permalinks”.
Vermeidet also Adressen wie http://profitblogger.de/?p=265 und nutzt stattdessen einen Aufbau wie z. B. http://profitblogger.de/2009/08/11/travian-partnerprogramm-mit-2-euro-pro-lead/
14. Keyworddichte
Die Keyworddichte gibt an, wie oft bestimmte Keywords auf einer Seite vorkommen. Um dies feszustellen, gibt es entsprechende Tools, z. B. auf linkvendor.com.
Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung ist die Keyworddichte deshalb von Bedeutung, weil sie als Faktor herangezogen wird, um die Relevanz einer Webseite festzustellen.
Wenn ein Crawler eine Webseite durchsucht, dann erkennt dieser auch die verwendeten Keywords und gibt der Seite einen entsprechenden Rang. Je mehr relevante Keywords gefunden werden, desto besser dann der Rang, da die Seite dann auch für die Suchmaschinennutzer relevant ist.
Laut diverser Theorien sollte die Keyworddichte bei 3 bis 4% liegen. Liegt der Wert darüber, kann es sich wiederum negativ auswirken. Daher sollte man es mit seinen Keywords nicht übertreiben. Zudem nehmen auch die Suchmaschinenbetreiber immer wieder Verbesserungen an ihren Diensten vor. Dadurch sollen Webmaster, die unsaubere Methoden verwenden, abgestraft werden.
13. Metatags
Ähnlich wie der Title-Tag, gehören auch die Metatags in den <head>-Bereich einer Webseite. Suchmaschinen nutzen diese Angaben, um Informationen über eine Webseite zu sammeln. Dazu gehören z. B. die Beschreibung und die Keywords.
Die Beschreibung sollte mit 150-160 Zeichen kurz den Inhalt einer Seite wiedergeben. Die Keyword-Angabe sollte nicht mehr als 10 Wörter umfassen.
Metatags haben bis heute immer mehr ihrer Bedeutung verloren. Ein Grund dafür ist sicherlich der Missbrauch dieser Funktion durch Webmaster, die ihre Seite besser platzieren wollten. Andererseits hat sich natürlich auch die Technik weiter entwickelt, sodass die meisten Suchmaschinen alle nötigen Informationen meist direkt aus dem Inhalt ziehen können.
Trotzdem sollte man auch weiterhin die Metatags nutzen, da sie immerhin noch einen kleinen Einfluss auf die Crawler haben.
14. Aktualität
Auch die Aktualität einer Webseite ist wichtig. Suchmaschinen mögen aktuelle Inhalte und bewerten eine Seite mit häufigen Änderungen deutlich besser. Daher sollte man regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen.
15. Interne Verlinkung
Auch die interne Verlinkung einer Seite ist wichtig. Achtet also darauf, Links zu weiterführenden Seiten unterzubringen. Für Wordpress empfiehlt sich Yet Another Related Posts Plugin, eine Tag-Wolke und das KB-Linker Plugin.
16. Breadcrumb-Navigation
Dieser Tipps gehört eigentlich noch mit zur internen Verlinkung, ich zähle es aber mal extra auf. Eine solche Navigationsleiste kann man ganz einfach mit dem Plugin Breadcrumb Navigation XT realisieren.
17. Verwendet ein SEO Plugin
Als 17. und damit als abschließenden Tipp noch eine Plugin-Empfehlung: Sucht für euren Blog ein passendes SEO-Plugin. Viele der hier besprochenen Maßnahmen werden von so einem Tool automatisch übernommen. Zu empfehlen sind folgende Plugins: wpSEO oder das All in One SEO Pack.
Wie ihr seht, sind die meisten Suchmaschinenoptimierungen eine simple Sache. Trotzdem werden sie von vielen Bloggern nicht beachtet oder unterschätzt. Doch es nie zu spät sich um eine Optimierung seiner Seite zu kümmern und sich in den Suchergebnissen besser zu positionieren. Viel Erfolg!
































Hi,
sehr schöner Artikel, gerade im Bezug auf die interne Verlinkung werde ich sicher mal das Plugin ausprobieren.
Gruß
AMUNO
vom
Literaturasyl.de
Freut mich, dass der Artikel dir gefällt. Hat sich die Arbeit doch gelohnt.
Hallo Daniel, ein guter Artikel für Bloganfänger, wer die befolgt hat schon einiges richtig gemacht! Könntest daraus eine Artikelserie machen !
Vielen Dank, für den Tip mit dem Plugin für die interne Verlinkung !
Ich habe bisher immer ein anderes Plugin dafür genutzt wo ich allerdings per Hand die Links setzen musste !
Hallo Daniel,
erst einmal Kompliment zu dem gelungenen Artikel, Du bringst die Grundlagen kompakt zusammen, schliesse mich da bloggerchris an, eine Artikelserie wäre super!
Hi,
kann mir mal jemand sagen, ob die Keywords überhaupt noch relevant sind? Ich lese in letzter Zeit soviel darüber, dass man diese überhaupt nicht mehr bräuchte und sie auch nicht mehr berücksichtigt würden.
JanHansen