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Gesponserte tweets – Der Untergang von twitter?

geschrieben von Daniel am 7. August 2009

5 Kommentare

twitter ist noch immer frei von Werbung. Natürlich ist klar, dass der Betreiber nach Vermarktungsmöglichkeiten sucht. Bis aus dieser Richtung aber etwas kommt, kann es noch dauern.

Da sieht es bei den normalen Nutzern allerdings schon anders aus. Denn hier hat Werbung in Form von gesponserten tweets bereits Einzug gehalten. Verkommt twitter damit zu Werbeschleuder oder ist alles nur halb so wild? Bedeutet Werbung gar das Ende twitters, so wie wir es kennen?

Sponsored TweetsMit Sponsored Tweets ist vor kurzem ein Dienst an den Start gegangen, der wie die meisten Werbenetzwerke aufgebaut ist, wobei ein Vergleich mit Seiten wie Trigami und Hallimash doch noch am Besten passt.

twitter User melden sich mit ihrem twitter Account an, legen einen Preis fest und warten dann auf Angebote von Advertisern. Es gibt dabei zwei Preismodelle: Preis pro tweet oder Preis pro Klick. Es ist nahe liegend, dass jemand mit vielen Followern mehr verlangen kann, als jemand mit wenigen.

Webseite von Sponsoered Tweets

Alle gesponserten tweets müssen als solche erkennbar sein. Das schreiben auch die ethischen Richtlinen des Anbieters vor. So ist schon mal gewährleistet, dass die tweets eindeutig als Werbung erkennbar sind.

So sieht die Werbung aus:

Ein gesponserter tweet

Die Advertiser haben dabei auch einige Möglichkeiten der Einflussnahme. So können sie z. B. dem Publisher vorschreiben, welche Meldung sie zu veröffentlichen haben oder sie geben nur grob den Inhalt vor und lassen den Publisher den tweet selbst formulieren.

Akzeptiert man ein Angebot, wird die Nachricht direkt von Sponsored Tweets gesendet. Man muss die Nachricht also nicht per Hand in seinen twitter Account kopieren.

Nach Annahme eines Angebots erhält man die Gutschrift innerhalb von 24 Stunden nach dem tweet. Ausbezahlt wird ab $50. Der Publisher erhält die volle Summe. Das wird bestimmt nicht lange so bleiben, denn Sponsored Tweets möchte später sicher auch was verdienen.

Doch bedeuten die gesponserten tweets nun das Ende von twitter?

Hier gibt es sicherlich unterschiedliche Ansichten. Die Fraktion der Werbegegner ist mit Sicherheit groß. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich die gesponserten tweets dennoch durchsetzen werden. Wer sie nicht lesen will, hat immer noch die Möglichkeit, denjenigen mit einem unfollow abzustrafen. Wenn dieser seine Leser schwinden sieht, wird er es sich sicherlich zweimal überlegen, noch weiter Werbung zu zwitschern.

Zudem muss man auch bedenken, dass sich diese Einnahmemöglichkeit wohl nur für die twitter User lohnt, die eine große Leserschaft haben. Bei den Lesern solcher Leute ist die Akzeptanz von Werbung sicher größer. Gesponserte tweets werden wohl nicht den großen Einfluss auf twitter haben, wie einige vermuten.

Anders sieht es da vielleicht mit der Vermarktung durch twitter selbst aus. twitter ist sich der Schwierigkeit dieses Vorhabens bewusst und lässt sich mit Äußerungen diesbezüglich noch Zeit. Warten wir also ab, was die Zukunft bringt.

Wie steht ihr zu dem Thema Werbung auf twitter? Ich freue mich über eure Meinungen.

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Abgelegt in: Allgemein, Das Web

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5 Kommentare zu “Gesponserte tweets – Der Untergang von twitter?”

  1. DocGoy sagt:

    Moin!
    Ich möchte diese gesponserten Tweets einmal mit Google AdSense auf den Blogs vergleichen. Vielen haben das bei sich selbst eingebaut und verdienen mehr oder weniger damit.

    Warum sollen nur Promis mit Werbung Geld verdienen und nicht auch “Otto-Normal-Verbraucher”. Gesponserte Tweets geben uns genau wie AdSense die Möglichkeit dazu.
    Natürlich gibt es auch noch andere Anbieter dafür, wie z.B. MagPie: http://bit.ly/HSayA

    Also, warum nicht?

  2. Oli sagt:

    Sehe ich genauso, warum soll man eine Möglichkeit Geld zu verdienen nicht nutzen? Solange die Sache nicht überhand ist und jeder zweite Tweet Werbung ist, habe ich da nichts dagegen.

    MfG

  3. Ich schließe mich an. Außerdem muss man immer bedenken: viele Twitterer bauen sich einen Value-Account auf, indem sie guten Content (Links, Diskussionen, etc.) posten oder eine sonstige Dienstleistung erbringen. Warum sollte das nicht vergütet werden? Bei mir hat sich noch keiner beschwert, obwohl schon die eine oder andere Magpie-Zahlung geflossen ist. ;)

    LG
    Marco

  4. Paula sagt:

    Hallo Alle,

    Ich glaube ich habe meinen Weg in die Diskussion ein “paar” Monate später gefunden, aber so können wir das Thema auch auffrischen ;)
    Neulich habe ich bei Mashable gelesen, dass Twitter endlich ein Geschäftsmodell habe, veröffentlicht wurde es noch nicht, oder habt ihr andere Informationen dazu?
    Meine Positionierung zur Werbung online (und twitter gehört ja zum beliebten web 2.0) ist eher praktisch: irgendwie muss das ganze finanziert werden, und wenn wir noch keine andere Wege existieren, dann finanziert Werbung auch den kostenlosen Zugang zu Content.
    Aber Werbung auf Twitter sollte auf jeden Fall einfach zu erkennen sein und auch “moderat”, werden die nutzer davon überflutet, dann verliert Twitter seine nutzer. Oder?

  5. Aaron sagt:

    Ich finde die Idee ansich gar nicht mal so schlecht, wobei mir nicht ganz klar wird, wie man mit 140 Zeichen vernünftig werben will. Dann stelle ich mir das Abrechnungsmodel bei Anzahl der Follower doch recht schwierig vor, da man da ja schnell schummel kann aufgrund der Auto-Follow Funktion. Bin etwas skeptisch, aber warten wirs mal ab

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